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Die Astroteilchenphysik ist ein verhältnismäßig junger Bereich der
Astrophysik mit dem Ziel den Kosmos durch teilchenphysikalische
Betrachtungen zu verstehen.
Die Experimente befinden sich zum Teil an entlegenen Plätzen wie dem
Südpol oder der argentinischen Steppe.
Das Forschungsspektrum der Astroteilchenphysik ist aufgrund der
Interdisziplinarität sehr weit gefasst: Die Erforschung der Physik der
kosmischen Strahlung und deren Wechselwirkungen untereinander fällt
ebenso darunter wie die gezielte Untersuchung von Neutrinos, der
Mikrowellen-Hintergrundstrahlung, von Gammablitzen und der Strahlung
sog. aktiver Galaxienkerne.
Unsere Arbeitsgruppe befasst sich hierbei insbesondere mit Phänomenen
bei extrem hohen Energien sowie mit Neutrinos als kosmischen
Botenteilchen. Beide Bereiche erlauben ein tieferes Verständnis der
Abläufe im frühen Universum als die Materie noch extrem heiß und dicht
war.
Experimentell liefern wir Beiträge zu den größten existierenden
physikalischen Experimenten der Welt: Auger und IceCube. Darüber hinaus
beteiligen wir uns an der Entwicklung von Technologien, die den Ausbau
selbst dieser Experimente zu noch größeren Instrumenten ermöglichen
sollen.
Eine weitere Themenstellung befasst sich mit der Frage der Eigenschaften hochverdichteter hadronischer Materie, so wie sie im Inneren von Neutronensternen oder bei Supernovaexplosionen entsteht. Experimentell lassen sich diese Fragen durch die Untersuchung von Schwerionen-Reaktionen bei mehreren GeV pro Nukleon
untersuchen. Hierzu beteiligt sich die Arbeitsgruppe am Aufbau des CBM Experimentes, insbesondere des RICH Detektors, an der FAIR Beschleunigeranlage der GSI Darmstadt.
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